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#1

Lenkkopflager

in AMERICA 19.10.2016 19:29
von Pannasman | 235 Beiträge

Hallo zusammen,

habe meine America Bj. 2013 zur Zeit aufgebockt, da sie einen neuen Hinterreifen bekommt.

Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal die Gabel auf Spiel geprüft. Da "wackelt" nichts. Allerdings bleibt der Lenker in der Mittelstellung stehen, noch ganz zart und kaum spürbar, wenn ich hin und her lenke.

Bahnt sich da ein Lenkopflagerschaden an? (was ich befürchte, Kilometerstand knapp 58.000)

Ein Lenkkopflager habe ich noch nicht gewechselt, würde mich aber da ran trauen.

Gibt es bei Triumph irgendwas modellspezifisches zu beachten?

Welche Spezialwerkzeuge können mir die Arbeit erleichtern?

Sollte man gleich "bessere" Lager einbauen, hat einer gute Bezugsquellen?

Ich werde damit auf jeden Fall noch bis zum Winter warten, so dass ich noch gute Tipps sammeln kann

Gruß, Gernoud

P.S.: das Hinterrad geht morgen wieder zum Reifenfritzen - falsche Laufrichtung


Keep That Bike Between You And The Ground
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#2

RE: Lenkkopflager

in AMERICA 20.10.2016 14:01
von GurkenUlli | 20 Beiträge

Also, ich hab die Reparatur selbst noch nicht durchgeführt, aber habe dazu mal eine sehr gutes "How-To" gefunden. Natürlich keine Garantie auf Richtigkeit, aber ich folge dem Typen im Video schon etwas länger und er macht wirklich gute und kompetente Schraubervideos mit HD-Moppeds, Bonneville und Scrambler. Im Video zeigt er den Wechsel des Lenkkopflagers an einer Bandit, ich denke das kann aber größtenteils auf alle anderen Modelle angewendet werden kann.
Achja: Man sollte des englischen mächtig sein

https://www.youtube.com/watch?v=yvgIRuRHSrQ

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#3

RE: Lenkkopflager

in AMERICA 20.10.2016 17:11
von silberlocke • Core Claner | 515 Beiträge

jo,
den hab ich auch schon entdeckt, der beschreibt alles sehr genau und gibt viele hilfreiche tips.


https://youtu.be/_PaW9kXjSt0

https://www.youtube.com/watch?v=CRbmfUhv1AA
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#4

RE: Lenkkopflager

in AMERICA 26.10.2016 15:14
von Lemmy | 730 Beiträge

Ich habe das Lager bei Raisch bestellt. Ist das selbe wie in der CBR 900.
Gruß
Lemmy


R.F.F.R.

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#5

RE: Lenkkopflager

in AMERICA 13.03.2017 20:29
von Pannasman | 235 Beiträge

Hab mich am Wochenende endlich dran getraut.

Man benötigt als Laie gut und gerne einen ganzen Tag. Bank ab, Tank ab, Lenker ab (Züge bleiben dran), vorderen Bremssattel abschrauben, Vorderrad ausbauen (Moped sollte dann schon aufgebockt sein ), Kotflügel ab, Gabelrohre lösen und raus ziehen und neben sonstigem Kleinkram ist dann die Gabelbrücke an der Reihe.

Die Lagerschalen im Rahmen kann man mit einem langen Dorn oder Meissel raustreiben.

Das Gegenstück auf der unteren Gabelbrücke ist schon kniffliger. Heiß machen und vorsichtig mit Meissel lösen, von dünnem auf dickem Meissel vortasten und dann das Teil mit kräftigen Schlägen von der Lenkkopfwelle treiben. Die neuen Lagerschalen, die in den Rahmen kommen und die untere Gabelbrücke mit der Lenkkopfwelle für eine gute Stunde ins Gefrierfach legen. Dann die Aufnahmen im Rahmen heiß machen (Heißluftfön). Die kalten Lagerschalen ansetzen und ganz vorsichtig mit Hammer einklopfen und bloß nicht verkanten. Wenn die sitzen, die alten Lagerschalen umgedreht aufsetzen und solange einschlagen, bis die neuen Lagerschalen auf Anschlag im Rahmen sitzen. Nun das noch fettfreie untere Lager heiß machen und auf die gekühlte Welle der unteren Gabelbrücke schieben. Erst piano mit einem Hammer antickern und dann ist wieder Gewalt gefragt. Da die Welle unten 30mm hat, habe ich eine kleine Hantelscheibe zur Hilfe nehmen können. Drübergeschoben und dann kräftig drauf gehämmert, bis dass die Lagerschale bündig aufliegt. Vorher die Staubkappe überschieben!

Der Rest geht dann wieder einfacher. In die Lager Fett einmassieren, schön satt mit den Fingern reindrücken.

Zum Einstellen der Lenkkopflager hat Triumph zwei sehr flache Sechskantmuttern M38 verbaut. Ein Hakenschlüssel ist hier nutzlos! Triumph hat dafür spezielle Maulschlüssel, ich hatte sie nicht. Mit diversen Zangen ging es aber dann auch zu kontern. Falls ich nochmal nachstellen muß, besorge ich mir auf jeden Fall diese Schlüssel - mit aufgesetzter oberer Gabelbrücke funktioniert es sonst nicht.

Original eingebaut waren Kugellager, nun sind Kegelrollenager eingebaut. Ob Kegel- oder Kugellager: Ich bin erstaunt, wie merkbar der Unterschied ist! Sie lenkt flüssiger ein und läuft in Kurven ruhiger. Da so ein Schaden schleichend entsteht, bekommt man das gar nicht bewußt mit. Die obere Lagerschale hatte deutliche Spuren, wo sich die Kugeln eingelaufen hatten. Das untere Lager sah noch gut aus, aber wenn man sich das antut, soll man das auf jeden Fall mit wechseln.

Beim Einfädeln der Gabelrohre ist eine zweite Person hilfreich, Danke an meinen Nachbarn, der mit dem Hund vorbei kam


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#6

RE: Lenkkopflager

in AMERICA 13.03.2017 23:10
von Corsaro | 464 Beiträge

Oft ist aber eher das untere Lager verschlissen, da es Umwelteinflüssen stärker ausgesetzt ist, wie z.B. Spritzwasser vom Vorderrad. Angeblich lassen sich Kegelrollenlager schwerer einstellen als Kugellager. Ich selbst habe damit aber auch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Ist allerdings schon etwas her, dass ich Lenkkopflager wechseln musste.
Ansonsten ist dein Bericht sicherlich hilfreich für andere Schrauber.


Gruß Ingo

zuletzt bearbeitet 13.03.2017 23:11 | nach oben springen

#7

RE: Lenkkopflager

in AMERICA 15.03.2017 06:11
von sero59 | 1.813 Beiträge

Respekt und vielen Dank für den Bericht (Bilder... na ihr wisst ja, schade)
Das würde ich mir nicht selber zutrauen, hätte auch Angst, das Lager nicht korrekt zu verbauen und dann ein ungutes Sicherheitsgefühl. Das der Verschleiß schleichend kommt liegt in der Natur der Sache. Das merkt man immer erst bei direktem Vergleich.

LG der Sero


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